Projekt “Emelana”

emelanaVon 2006 bis 2007 verbrachte Emelana Mligo aus der Partner-Diözes Njombe in Tansania ein Jahr in Deutschland um in der KJG Kinder- und Jugendarbeit kennenzulernen und sie dann später in Tansania bei der UVIKANJO umzusetzen.

Leider verstarb Emelana am 10.06.2009 bei einem tragischen Verkehrsunfall. Nachdem eine Ordensschwester, die die Arbeit bei dem gerade erst angelaufenen Projekt fortsetzen sollte, versetzt wurde, lag das Projekt lange Zeit auf Eis.

2014 wurde dann Father Lucas Mgaya zum „Direktor für die Kinder in der Diözese Njombe – Projekt Emelana“ ernannt. Bei einem Besuch im Juli 2015 stellt er sich in Mömlingen persönlich vor:

FatherLukasMgayaIch bin Father Lukas Mgaya aus der Diözese Njombe in Tansania. Ich bin Gemeindepfarrer in der Gemeinde Utalongolo, Beauftragter für die Berufung junger Männer zum Priesterseminar und Direktor der päpstlichen Missionsgemeinschaft in meiner Diözese.

Ich möchte dem Team-Tansania ganz herzlich für die Unterstützung unserer Arbeit für die Kinder in der Diözese Njombe danken.

2013 wurde ich Direktor der päpstlichen Missionsgemeinschaft, als Bischof Alfred Maluma das Büro für Jugend und Kinder aufteilte, in ein Büro für Jugend und eines für Kinder. Solange Father Clement Mgohele beide Bereiche zusammen geleitet hatte, war es etwas einfacher für ihn, denn das Büro für Jugend hat Geld, was sie aus ihren Projekten bekommen; so konnte er mit diesem Geld und dem Geld von den Unterstützern der Kinder, Aktivitäten für die Kinder organisieren. Jetzt, wo ich das Büro für Kinder separat leite, ist es viel schwieriger, Geld für diese Aktivitäten zu bekommen.

Aufgaben der päpstlichen Missionsgemeinschaft:

  1. Organisation von Kongressen, auf diözesaner, regionaler und nationaler Ebene
  2. Das Durchführen von Seminaren für Mitarbeiterinnen der Kinderhilfe in den
    Gemeinden
  3. Teilnahme an diözesanen, regionalen und nationalen Treffen
  4. Enge Kontrolle der Aktivitäten der Kinderhilfe in den Gemeinden

Was wir in der Zeit von 2013 – 2015 erreicht haben:

  • wir haben ein Büro für die päpstliche Missionsgemeinschaft eingerichtet und dafür notwendiges Material gekauft
  • Drucken und Verteilen von Handbüchern für die Mitarbeiterinnen der Kinderhilfe in den Gemeinden
  • Durchführung von Seminaren für Mitarbeiterinnen der Kinderhilfe in den folgenden Gemeinden: Lugarawa, Mundindi, Luduga, Njombe, Matola, llembula, Wanging’ombe, Lupingu
  • 2013 haben wir einen regionalen Kinderkongress in der Diözese Njombe abgehalten. Daran haben die folgenden 7 Diözesen teilgenommen: Songea, Mbinga, Mtwara, Lindi, Mbeya, lringa und Njombe. Die Diözese Tunduru-Masasi hatte keine Kinder entsandt.
  • 2014 haben wir einen nationalen Kinderkongress in der Diözese Tunduru-Masasi abgehalten. Unsere Diözese entsandte 325 Kinder und 85 Helfer.
  • 2015 hätte ein diözesaner Kinderkongress stattfinden sollen; es war aber nicht möglich, da im Juni ein nationaler Jugendkongress in unserer Diözese abgehalten wurde. ln der Regel findet jedes Jahr ein Kinderkongress statt. Wir fangen an auf diözesaner Ebene, dann auf regionaler und schließlich auf nationaler Ebene und so weiter.

Probleme und Herausforderungen:

  • fehlende finanzielle Mittel, um viele Kinder an den Kongressen teilhaben lassen zu können.
  • mangelndes Engagement der Mitarbeiterinnen in den Gemeinden.
  • es fehlt ein offizieller Mitarbeiter, der ausschließlich für die Kinderhilfe arbeitet. Vor ein paar Jahren hatten wir eine Mitarbeiterin, Emelana Mligo. Leider ist sie bei einem Unfall gestorben.
  • fehlende Mittel, dass ich möglichst viele Gemeinden besuchen und dort Seminare abhalten und Kirchenfeste für Kinder veranstalten kann.

Zukunftspläne:

  • Wir möchten, dass möglichst wieder jemand nach Deutschland für ein oder zwei Jahre kommen und hier ausgebildet werden kann, um die hervorragende Arbeit von Emelana Mligo fortzuführen.
  • Kurz- und langfristige Projekte ins Leben rufen, um die Arbeit des Kinderbüros zu unterstützen.
  • Wir möchten Sternsinger nach deutschem Vorbild einführen, um Spenden für die Kinderhilfe zu sammeln

Danksagung:

Ich danke Ihnen sehr für die Unterstützung der Kinderhilfe in unserer Diözese. Wir haben jetzt ein Konto für die Kinderhilfe eröffnet, um Geld für Projekte anzusparen. Vielen Dank für die Einladung, über die ich mich sehr gefreut habe. Zugleich möchte ich mich für die Unannehmlichkeiten entschuldigen, die ich Ihnen bereitet habe.

Zum Schluss möchte ich Sie gerne einladen, uns zu besuchen, um zu sehen, wie Ihre Spenden verwendet werden und um uns zu beraten.

Wir beten dafür, dass unsere Freundschaft wächst und möge Euer tägliches Tun gesegnet sein.

In Dankbarkeit Father Lucas Mgaya