Archiv des Autors: Wolfgang

Faire Rosen zum Weltladentag am 8. Mai 2021

Der diesjährige Weltladentag am Samstag den 8. Mai steht unter dem Motto „Die Welt braucht einen Tapetenwechsel. Gestalte ihn mit.“

Wegen den aktuellen Einschränkungen sind die Möglichkeiten begrenzt, mit Aktionen an diesem Tag an die Öffentlichkeit zu gehen. Nichtsdestotrotz wollen zumindest wieder Faire Rosen aus Kenia anbieten. Kleiner Wink mit dem Zaunpfahl: am Sonntag ist Muttertag.

Warum braucht die Welt einen Tapentenwechsel?

Das Corona-Virus hat die Welt auf den Kopf gestellt. Wir spüren, wie eng wir alle miteinander verbunden sind. Und wir sehen die Schwachstellen unseres Systems nun umso deutlicher.

Unser Wirtschaftssystem, das hauptsächlich auf Wachstum beruht, gerät enorm ins Wanken. Wir beobachten tiefgreifende sozio-ökonomische und ökologische Krisen. In weiten Teilen der Welt nimmt die soziale Ungleichheit zu, Umweltzerstörung und Klimawandel schreiten voran. Und die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden all dies weiter verschärfen.

Kurzum: Unsere Art zu leben und zu wirtschaften ist nicht zukunftsfähig. Ein Schritt in die richtige Richtung ist ein Lieferkettengesetz, das noch in dieser Legislaturperiode als Sorgfaltspflichtengesetz verabschiedet werden soll. Nun startet der parlamentarische Prozess und damit die entscheidende letzte Phase auf dem Weg zu einem starken Lieferkettengesetz.

Damit es so wirksam ist, wie wir es uns wünschen, muss das Gesetz unbedingt noch nachgebessert werden. Mit einer Online-Aktion wollen wir die Bundestagsabgeordneten in den nächsten Wochen auffordern, sich für eine Nachbesserung des Gesetzes einzusetzen. Die Aktion startet in den nächsten Tagen unter www.lieferkettenbrief.de.

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ES GEHT! ANDERS. – Misereor-Sonntag am 21.03.2021

Der Gottesdienst zum 5. Fastensonntag stand unter dem Leitwort der diesjährigen MISEREOR-Fastenaktion „Es geht! Anders.“.

  • Was zählt wirklich im Leben?
  • Was brauchen wir zu einem erfüllten Leben?
  • Was sammeln wir, ohne dass es uns wirklich glücklich macht?

Robert Faust und Iris Giegerich vom Team Tansania lenkten im Gottsdienst den Blick auf Menschen und Organisationen aus dem diesjährigen Partnerland Bolivien, die Wege des Wandels suchen: nämlich konkrete Verbesserungen vor Ort mit eigenem Engagement zu ermöglichen und auch weltweit mit gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Partnern und im Umgang mit der Schöpfung neue Wege zu suchen.

Ja, es geht, es geht anders! Veränderung, Wandel ist möglich, wenn wir uns dafür öffnen.

Auch die Corona-Krise hat wie in einem Brennglas gezeigt, wo Veränderungen nötig sind, wo Ungerechtigkeiten bei Verteilung der Macht und Ressourcen in den Fokus rückten, der Stellenwert von Berufen und Dienstleistungen als „systemrelevant“ erkannt wurden und wo die Balance zwischen Bewahren und Erneuern neu justiert werden muss. Wir erleben eine Welt im Wandel und in Aufruhr: Proteste, Populismus und rechtsradikale Strömungen sind Ausdruck von Ängsten, auch Existenzängsten. Viele Fragen unserer Zeit sind nicht mit einfachen Antworten zu lösen.

Wie können wir den Raubbau an den Ressourcen stoppen? Wie möglichst allen Menschen den Zugang zu Bildung und Gesundheitsvorsorge und damit ein Leben in Sicherheit ermöglichen? Auch in Bolivien ist der Zerfall von Familien- und Gemeinschaftsstrukturen zu erleben, die Jugend sehnt sich nach einem besseren Leben, Traditionen werden gering geachtet und indigene Völker stehen vor der Gefahr, ihre eigene Kultur zu verlieren.

Es kann auch anders gehen. Hier in Deutschland hat das Gebot, Zusammenkünfte einzuschränken, den Wert der Familie, des Nächsten und der Gemeinschaft vor Augen geführt. Die Wertschätzung für das Miteinander ist gewachsen. Resteverwertung und Mehrfachnutzung erfahren eine Renaissance.

In Bolivien erleben die Indigenen die Kraft der Rückbesinnung auf traditionelle Anbauformen, verknüpft mit neuen, naturnahen Methoden und erfahren so Wertschätzung und Bestärkung. Dabei werden sie von Partnerorganisationen von MISEREOR unterstützt:

Agroforstwirtschaft (Foto: MISEREOR)

„Der größte Erfolg ist die Veränderung in der Haltung der Familien. Am Anfang waren sie konformistisch, jetzt sind sie offen, glücklich, zufrieden mit dem was sie haben, und schätzen auch die Baumarten, die sie haben; wilde Sorten werden in die Parzelle integriert. Sie sind jetzt auch bereit, ihr Territorium der Agrarindustrie, die in die Gegend kommt, gegenüber zu verteidigen.”

“Die Vision, die ich als Mitarbeiter der Caritas habe, ist, dass die Bauern sich Einkommen verschaffen, ein besseres Auskommen haben, ihre Umwelt schützen, und durch die Agroforstsysteme und Gärten eine vielfältige Ernährung haben.“ (Franklin Loza, Caritas Reyes)

Empowerment (Foto: MISEREOR)

„Der Beginn von allem war meine Liebe zu den Pflanzen. Ich bin wegen der Fülle an Pflanzen jetzt sehr glücklich: Kakao, Zitrusfrüchte, Waldpflanzen, etc. Ich habe die Parzelle diversifiziert, das ist für mich Fülle. Das Wichtigste ist der Kakao, langfristig bringt er gute Früchte, und wir können ihn verkaufen.”

“Wenn ich vergleiche, ist heute mein Familienleben viel schöner und ruhiger. Früher musste ich zum Arbeiten für Wochen abwesend sein. Weil ich jetzt mehr mit den Pflanzen hier arbeite, kann ich viel mehr Zeit mit meiner Familie verbringen.”

“Früher haben wir gar nicht gemerkt, wie wir durch das Abbrennen dem Boden schadeten. Unsere Eltern benutzten Pestizide und die Böden haben dadurch auch großen Schaden genommen, wir mussten sie erst acht Jahre ruhen lassen… Jetzt habe ich gelernt, wie das Laub dem Boden hilft.“ (Alejandro Guayao)

Die Methode Planes de Vida (Foto: MISEREOR)

Deyanet Garzón, kolumbianische Beraterin von MISEREOR, berichtet über eine neue Praxis, um zu einem integralen Verständnis von Entwicklung zu kommen. Dabei werden technische und wirtschaftliche Aspekte mit einer ganzheitlichen Sicht des Menschen zusammengedacht. Wenn wir das sozio-ökologische Gleichgewicht wiederherstellen und ein anderes Verhältnis zur Erde und unseren Mitmenschen  wollen, müssen wir auch wieder lernen, Beziehungen aufzubauen mit uns selbst, mit anderen, mit der Natur.

Dahinter steht das Prinzip einer integralen Ökologie sowie eine Haltung und Praxis der integralen Achtsamkeit als Voraussetzung für die Umsetzung der notwendigen Veränderungen. Es geht darum, ein Leben in Einheit, Ganzheit und Verbundenheit wiederzuerlangen, unseren Platz im Universum mit anderen Wesen wiederzufinden und unsere menschliche Essenz zu retten: die Fähigkeit zu lieben, die ihren maximalen Ausdruck in der Haltung der Achtsamkeit findet.

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APROLMA aus Honduras – Guter Kaffee für ein gutes Leben

Wir können auch anders! – das könnte das Motto von APROLMA sein. Zwei Besonderheiten zeichnen diese Kaffeekooperative in Honduras aus: Nur Frauen können Mitglied werden und der Kaffee wird vor Ort von den eigens ausgebildeten Röstmeisterinnen geröstet und verpackt.

Röstmeisterinnen bei APROLMA. Quelle: GEPA/ A. Welsing

Aus der Region Marcala kommen die besten Arabica-Kaffees des Landes. Frauen leisten dabei einen beträchtlichen Teil der Arbeit, die jedoch oft nicht anerkannt wird und unbezahlt bleibt. APROLMA (Asociación de Productoras Libres de Marcala) zeigt, dass es auch anders geht. In der Kooperative haben sich 69 Produzentinnen zusammengeschlossen, die biologisch zertifizierten Kaffee anbauen und die Verarbeitung und Vermarktung selbst organisieren.

Neue Perspektiven durch Fairen Handel

Korruption und allgegenwärtige Gewalt prägen die politische Situation in Honduras und beeinflussen die tägliche Arbeit der Frauenkooperative. Auch die Geschichte der Frauen ist häufig von Problemen wie häuslicher Gewalt geprägt.

Dolores Benitez, Koordinatorin des Röstprojekts. Quelle: GEPA/ A. Welsing

APROLMA vertritt die Interessen von Frauen und bietet ihnen neben Schulungen im Bio-Anbau auch Fortbildungen zu Frauenrechten und Betriebswirtschaft an. Mit Anbau und Weiterverarbeitung ihres hochwertigen Kaffees erwirtschaften die Frauen ihr eigenes Einkommen und erkämpfen sich mehr Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.

„Alleine kommst du nicht weiter. Es geht uns darum, unsere Rechte als Frauen einzufordern. Dass wir das Recht haben, uns zu organisieren, an der Produktion beteiligt zu sein, zum Familieneinkommen beizutragen, einen Zugang zum Markt zu bekommen und darüber zu entscheiden, was mit unserem Geld passiert. Damit sich unsere Familien, unsere Gemeinde, ja unser ganzes Land entwickelt.“ (Dolores Benitez)

Von der Bäuerin zur Unternehmerin

95 Prozent des Kaffees werden am Weltmarkt als Rohkaffee eingekauft. Um mehr Wertschöpfung vor Ort zu ermöglichen, hat APROLMA gemeinsam mit GEPA – The Fair Trade Company zwölf Frauen zu Röstmeisterinnen ausgebildet. Durch Rösten und Verpacken des Kaffees im Ursprungsland bleibt fast dreimal so viel Geld vor Ort wie bei konventionellem Kaffee. Gladyx Hernández ist Präsidentin von APROLMA und hat das Röstkaffee-Projekt von Anfang an begleitet. Das Ergebnis in ihren Worten: „Von der gepflückten Kaffeekirsche bis zur Tasse: beste Qualität – von Frauen produziert.“

Dieses Video berichtet über das Röstprojekt und wie dadurch neue Perspektiven für die Mitglieder der Kooperative entstehen.

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Fairtrade Fußball-Quiz Bayern 2020

Wir gratulieren dem FC Viktoria Mömlingen 1922 e.V. zur erfolgreichen Teilnahme am “Fairtrade Fußball-Quiz Bayern 2020”. Nachdem Ewald Völker vom FC Victoria erfolgreich alle sieben Fragen bei diesem bayernweiten Quiz beantwortet hatte, konnte Horst Markert vom Eine-Welt-Laden der KJG Mömlingen nun zwei in Pakistan produzierte fair gehandelte Fußbälle in Matchballqualität an Spielertrainer Tobias Bystrek und Vorstandsmitglied Ewald Völker überreichen.

Vorstandsmitglied Ewald Völker und Spielertrainer Tobias Bystrek vom FC Victoria Mömlingen sowie Horst Markert für den Eine-Welt-Laden (v.l.n.r.)

Mit dem “Fairtrade Fußball-Quiz Bayern 2020“ möchte das Eine Welt Netzwerk Bayern e.V., der bayerische Dachverband der Eine Welt-Akteure, Fußballvereine in Bayern zum Einsatz von fair gehandelten Fußbällen ermutigen. Fußballvereine können damit einen Beitrag leisten gegen Kinderarbeit, für faire Entlohnung der Arbeiterinnen in den Herstellungsbetrieben und zu gerechteren Handelsstrukturen bei Sportartikeln. Gefördert wird die Aktion von der Bayerischen Staatskanzlei, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern sowie von den bayerischen (Erz-) Diözesen.

Wir freuen uns, wenn der FC Victoria von der Qualität der fair gehandelten Bälle überzeugt werden kann und diese künftig im Training und Spielbetrieb einsetzt. Beim FC Viktoria Mömlingen spielt der Fair-Play-Gedanke nicht nur auf dem grünen Rasen eine Rolle – den Verantwortlichen des FC Viktoria ist auch der faire Handel wichtig. So wird schon seit einigen Jahren bei den Senioren-Nachmittagen fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt, Jubilare erhalten faire Geschenke aus dem Eine-Welt-Laden und die Kleinsten werden mit fair gehandelten Bananen nach dem Training versorgt. So leistet der FC Viktoria seinen aktiven Beitrag zur Fairtrade-Gemeinde Mömlingen.

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Dankeschön-Nikoläuse für unsere Helden und Heldinnen!

Von der GEPA haben wir fair gehandelte Schoko-Nikoläuse zur Verfügung gestellt bekommen, die wir mit Freude an unsere Helden und Heldinnen verschenken!

Barbara von der Ambulanten Pflege Aktiv

unsere Postzustellerin Andrea

 

 

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Wir haben weiterhin geöffnet!

Gemäß Auskunft vom bayerischen Wirtschaftsministerium dürfen wir als Lebsensmittelgeschäft auch während des Lockdowns öffnen und unser gesammtes Sortiment anieten.

Hier unseren aktuelle Öffnungeszeiten:

Montag bis Freitag: 09:30 bis 11:30 Uhr
16:00 bis 18:00 Uhr
bis 23.12.2020 14:00 bis 18:00 Uhr
Samstag und 24.12.2020: 09:30 bis 11:30 Uhr
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NEU: Faire Weinkiste und Eine-Welt-Laden-Weingläser

Auf der Suche nach einem exklusiven und fairen Geschenk können wir behilfliche sein:

Neben der Mömlinger Schatzkiste, der Mömlinger Schokolade und unsserem Mömlinger G’schenksche haben wir neu im Sortiment unsere Eine-Welt-Laden-Weingläser, die wir einzeln für 5€ oder in einer individuell zusammengestellen Fairen Weinkiste anbieten. Neben den Weinen aus unserem Weinstein stehen auch die Weine der Sonder-Edition The Sensory Collection Grande Réserve zur Auswahl.

Wünsche und Bestellungen für die Faire Weinkiste nehmen wir gerne per Mail entgegen, einzelne Weingläser sind im Eine-Welt-Laden erhältlich.

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Jörg Hohm ✝ (1964-2020)

Diese Galerie enthält 2 Fotos.

Am 08.10.2020 ist Jörg Hohm im Alter von 56 Jahren unerwartet verstorben. Jörg war von 1982 – 1987 aktives Mitglied im Team Tansania und besuchte als Teilnehmer der Diözesandelegation 1985 unsere Freunde in der Diözese Njombe. Auch während seines Studiums … Weiterlesen

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Aktion “Fairer Teegenuss!” – 10% auf alle Gepa-Tees

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Unterricht in den neuen Klassenräumen

Auch wenn noch nicht alle Arbeiten abgschlossen sind, findet der Unterricht an der Utilili Primary School bereits in den frisch renovierten bzw. neu errichteten Klassenräumen statt:

Gewerkelt wird noch an den Toilettenanlagen …

… und an den letzten Klassenzimmern …

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